Frevo
1907 erschien der Name Frevo erstmals in der Presse. Es wurde damit ein seltsamer Tanz bezeichnet, der von den Schwarzen auf der Straße getanzt wurde. Die Bewegungen erinnern ein
bisschen an Capoeira. Vermutlich wurde das damals verbotene Capoeira-Spiel mit neuen Tanzbewegungen und anderen Rhythmen und Melodien verschleiert.
Der Name Frevo kommt von ‘frever’, was ‘kochen’ bedeutet. In der tat bringt schon die Musik alleine das Blut in den Adern zum Kochen.
Der ‘Frevo de Rua’, der in Recife und Olinda, im Staat Pernambuco im Nordosten Brasiliens den Höhepunkt des Karnevals bildet, ist eine Mischung aus Militärmärschen der Blaskapelle der Nationalgarde, Polka, Quadrille, Galopp und Maxixie. Dieser Rhythmus, der einem nicht mehr aus dem Kopf geht, wird von Blechblasinstrumenten und Trommeln dominiert.
Beim Frevo de Rua zieht das Orchester, angeführt von den passistas – den mit Knüppeln, Messern und Sonnenschirmen bewaffneten Tänzern, durch die Altstadt von Olinda und reißt die Menge förmlich mit.
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